Edith Temmel

NACH DEM KONZERT

Meine Glasflügel-Objekte aus Plexiglas, Sicherheitsglas und Gießharz sind Relikte: Erinnerungen an alte Mythen oder biblische Motive verschiedener geflügelter Mittlerwesen zwischen Himmel und Erde.

Michelangelos Engel jedoch entbehren der Flügel (z.B. die Posaunenbläser in der Sixtinischen Kapelle). Wieso? Waren ihnen die Flügel abgefallen? Nach dem Posaunenkonzert wie einen Umhang abgelegt? Weggeworfen? Entsorgt? Als nutzlos empfunden?

Ich habe sie aufgelesen, die Flügel. Vielleicht kann man sie eines Tages wieder verwenden, um die realistische Wirklichkeit der Erd- und Menschenwelt ein bisschen transparenter zu machen.

 

Edith Temmel

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Bisherige Ausstellungen

Ausstellungen

Meine Idee zur Installation unter dem Andreas-Hofer-Platz, Graz ist eigentlich aus der Ignoranz der Verantwortlichen für das Kulturhauptstadtjahr 2003 hervorgegangen:
Steirische KünstlerInnen im Planungsstadium nicht einzubeziehen und deren Beiträge nach Protesten nur begrenzt zu veröffentlichen. Durch das Coronavirus ergibt sich für mich nun wieder ein inhaltlicher Zusammenhang zur damaligen Situation. Jetzt bleibt das Kreativitätspotential der KünstlerInnen aus Gründen der Schließung aller Kommunikationsstätten, auch der Galerien, für eine noch unbestimmte Zeit unsichtbar. „U-BOOT reloaded“ ist also für Graz die Erneuerung einer Version der Installation, die zuvor nur im Bildraum 07 Wien und im Greith-Haus zu sehen war.

„Die Lichtinstallation „U-Boot“ ist ein Prozess der Sichtbarmachung des ansonsten unsichtbaren Kreativitätspotentials, das hier durch Lichtsignale von Taschenlampen symbolisiert und in Watt messbar ist. Die Taschenlampen sind von in der Steiermark wirkenden Kunstschaffenden (und Freunden) beigesteuert, aus deren eigenen Gebrauch und so jeweils mit einer biographischen Geschichte aufgeladen. Licht selbst ist gleich gestaltete Energie.“

Werner Schimpl

Porträt

Ausstellungen

Die Ausstellung ermöglicht einen Einblick in Richard Hirschbäcks künstlerisches Schaffen und dessen experimentellen Reichtum während seiner Zeit in der Gruppe 77. In dem Wunsch die österreichische Kunst mit neuen Impulsen zu versorgen wurde er nach dem Austritt aus der Grazer Sezession Mitbegründer dieses Kunstvereins. In ihrer retrospektiven Ausrichtung setzt die Schau sowohl den Fokus auf Hirschbäcks Beschäftigung mit Abstraktion sowie informeller Kunst, als auch auf die Auseinandersetzung mit dem Arbeiten auf Papier, das eine zentrale Rolle innerhalb seines Oeuvres einnimmt. Konsequent verarbeitete er seine künstlerischen Ideen auf diesem Bildträger und entwickelte sein Potenzial stetig weiter. So führt die Ausstellung den Blick der Betrachter_innen zum Verständnis auch in die Zeit unmittelbar vor der Gründung des Kunstvereins und lässt sie mit einer Hommage an einen Künstlerkollegen und guten Freund – Gerhard Lojen – bereits lange nach seinem Austritt aus der Gruppe 77 enden.

Mag. Lucia Klee-Beck

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Ausstellungen

Die fortschreitende Normierung in nahezu allen Lebensbereichen bis hin zu denen von Pflanzen, Tieren und Menschen ist ein Diktat des Kapitalistischen Systems. Die Digitalisierung ermöglicht dabei die Gewinnmaximierungen auf Kosten der individuellen Vielfalt. Innerhalb dieser Einrichtungen hat zwar der Kunstmarkt der Kapitalisten und deren Helfershelfer Platz, die vielfältige, ernsthafte Kunst aber nicht. Diese Ambivalenzen sind der Inhalt dieser Arbeit: Norm kontra Empörung über diese Entwicklung. Ein Jahr lang – 52 Wochen – jede Woche eine Arbeit.

Eine Normierung in der digitalen Welt ist die Segmentanzeige für Ziffern und Buchstaben, die aus lauter gleichen rhombischen Formen gebildet werden und zu deformierten Lesebildern führen (Digitaldemenz !) Die Anzahl der Rhomben, die in den Ziffern 1 bis 52 zu finden sind bilden jetzt in meiner Arbeit die Grundkomposition, die hier keiner Anordnungsregel mehr folgt und zusätzlich durch kollagiertes, zerknülltes Zeitungspapier gestört wird. Die Metallisierung eines immer gleichbleibenden Teilbereiches bringt eine weitere Irritation. Es entsteht eine „Empörungsästhetik“ obwohl sie das Normierungssystem benützt.

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Ausstellungen

Für den zweiten Auftritt im neuen Raum für Kunst treten die Künstlerinnen und Künstler der Gruppe 77 in den Mittelpunkt. Siegfried Amtmann, Veronika Dreier, Lis Gort, Fria Elfen, Hans Jandl, Luise Kloos, Erwin Lackner, Erika Lojen, Aurelia Meinhart, Ingeborg Pock, Wolfgang Rahs, Claus Rudolf N. Reschen, Werner Schimpl und Edith Temmel zeigen Specials in kleinen Formaten.
Als Gäste: Emil Kindlein und Sebastian Nichols-Schweiger

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Werner Schimpl

„U-BOOT reloaded“ 2020

Meine Idee zur Installation unter dem Andreas-Hofer-Platz, Graz ist eigentlich aus der Ignoranz der Verantwortlichen für das Kulturhauptstadtjahr 2003 hervorgegangen:
Steirische KünstlerInnen im Planungsstadium nicht einzubeziehen und deren Beiträge nach Protesten nur begrenzt zu veröffentlichen. Durch das Coronavirus ergibt sich für mich nun wieder ein inhaltlicher Zusammenhang zur damaligen Situation. Jetzt bleibt das Kreativitätspotential der KünstlerInnen aus Gründen der Schließung aller Kommunikationsstätten, auch der Galerien, für eine noch unbestimmte Zeit unsichtbar. „U-BOOT reloaded“ ist also für Graz die Erneuerung einer Version der Installation, die zuvor nur im Bildraum 07 Wien und im Greith-Haus zu sehen war.

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Richard Hirschbäck

Künstlerische Wege in der Gruppe 77

Die Ausstellung ermöglicht einen Einblick in Richard Hirschbäcks künstlerisches Schaffen und dessen experimentellen Reichtum während seiner Zeit in der Gruppe 77. In dem Wunsch die österreichische Kunst mit neuen Impulsen zu versorgen wurde er nach dem Austritt aus der Grazer Sezession Mitbegründer dieses Kunstvereins. In ihrer retrospektiven Ausrichtung setzt die Schau sowohl den Fokus auf Hirschbäcks Beschäftigung mit Abstraktion sowie informeller Kunst, als auch auf die Auseinandersetzung mit dem Arbeiten auf Papier, das eine zentrale Rolle innerhalb seines Oeuvres einnimmt. Konsequent verarbeitete er seine künstlerischen Ideen auf diesem Bildträger und entwickelte sein Potenzial stetig weiter. So führt die Ausstellung den Blick der Betrachter_innen zum Verständnis auch in die Zeit unmittelbar vor der Gründung des Kunstvereins und lässt sie mit einer Hommage an einen Künstlerkollegen und guten Freund – Gerhard Lojen – bereits lange nach seinem Austritt aus der Gruppe 77 enden.

Mag. Lucia Klee-Beck

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Klaus Reisinger

Digitalempörung

Die fortschreitende Normierung in nahezu allen Lebensbereichen bis hin zu denen von Pflanzen, Tieren und Menschen ist ein Diktat des Kapitalistischen Systems. Die Digitalisierung ermöglicht dabei die Gewinnmaximierungen auf Kosten der individuellen Vielfalt. Innerhalb dieser Einrichtungen hat zwar der Kunstmarkt der Kapitalisten und deren Helfershelfer Platz, die vielfältige, ernsthafte Kunst aber nicht. Diese Ambivalenzen sind der Inhalt dieser Arbeit: Norm kontra Empörung über diese Entwicklung. Ein Jahr lang – 52 Wochen – jede Woche eine Arbeit.

Eine Normierung in der digitalen Welt ist die Segmentanzeige für Ziffern und Buchstaben, die aus lauter gleichen rhombischen Formen gebildet werden und zu deformierten Lesebildern führen (Digitaldemenz !) Die Anzahl der Rhomben, die in den Ziffern 1 bis 52 zu finden sind bilden jetzt in meiner Arbeit die Grundkomposition, die hier keiner Anordnungsregel mehr folgt und zusätzlich durch kollagiertes, zerknülltes Zeitungspapier gestört wird. Die Metallisierung eines immer gleichbleibenden Teilbereiches bringt eine weitere Irritation. Es entsteht eine „Empörungsästhetik“ obwohl sie das Normierungssystem benützt.

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Gruppe 77

SPECIALS

Für den zweiten Auftritt im neuen Raum für Kunst treten die Künstlerinnen und Künstler der Gruppe 77 in den Mittelpunkt. Siegfried Amtmann, Veronika Dreier, Lis Gort, Fria Elfen, Hans Jandl, Luise Kloos, Erwin Lackner, Erika Lojen, Aurelia Meinhart, Ingeborg Pock, Wolfgang Rahs, Claus Rudolf N. Reschen, Werner Schimpl und Edith Temmel zeigen Specials in kleinen Formaten.
Als Gäste: Emil Kindlein und Sebastian Nichols-Schweiger

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Gruppe 77

SPECIALS

Für den zweiten Auftritt im neuen Raum für Kunst treten die Künstlerinnen und Künstler der Gruppe 77 in den Mittelpunkt. Siegfried Amtmann, Veronika Dreier, Lis Gort, Fria Elfen, Hans Jandl, Luise Kloos, Erwin Lackner, Erika Lojen, Aurelia Meinhart, Ingeborg Pock, Wolfgang Rahs, Claus Rudolf N. Reschen, Werner Schimpl und Edith Temmel zeigen Specials in kleinen Formaten.
Als Gäste: Emil Kindlein und Sebastian Nichols-Schweiger

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Gruppe 77

SPECIALS

Für den zweiten Auftritt im neuen Raum für Kunst treten die Künstlerinnen und Künstler der Gruppe 77 in den Mittelpunkt. Siegfried Amtmann, Veronika Dreier, Lis Gort, Fria Elfen, Hans Jandl, Luise Kloos, Erwin Lackner, Erika Lojen, Aurelia Meinhart, Ingeborg Pock, Wolfgang Rahs, Claus Rudolf N. Reschen, Werner Schimpl und Edith Temmel zeigen Specials in kleinen Formaten.
Als Gäste: Emil Kindlein und Sebastian Nichols-Schweiger

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Gruppe 77

SPECIALS

Für den zweiten Auftritt im neuen Raum für Kunst treten die Künstlerinnen und Künstler der Gruppe 77 in den Mittelpunkt. Siegfried Amtmann, Veronika Dreier, Lis Gort, Fria Elfen, Hans Jandl, Luise Kloos, Erwin Lackner, Erika Lojen, Aurelia Meinhart, Ingeborg Pock, Wolfgang Rahs, Claus Rudolf N. Reschen, Werner Schimpl und Edith Temmel zeigen Specials in kleinen Formaten.
Als Gäste: Emil Kindlein und Sebastian Nichols-Schweiger

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Gruppe 77

SPECIALS

Für den zweiten Auftritt im neuen Raum für Kunst treten die Künstlerinnen und Künstler der Gruppe 77 in den Mittelpunkt. Siegfried Amtmann, Veronika Dreier, Lis Gort, Fria Elfen, Hans Jandl, Luise Kloos, Erwin Lackner, Erika Lojen, Aurelia Meinhart, Ingeborg Pock, Wolfgang Rahs, Claus Rudolf N. Reschen, Werner Schimpl und Edith Temmel zeigen Specials in kleinen Formaten.
Als Gäste: Emil Kindlein und Sebastian Nichols-Schweiger

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